Bericht H S V - Ö S H S / C B A
Österreichische Meisterschaft und Alpina Advance Cup,
Canicross-Bikejöring-Skooterjöring
am 27. und 28. Oktober 2006 in Rohr im Gebirge

 

Nachdem die Veranstaltung in Neukirchen am Wildkogel abgesagt werden musste, machte der Alpina Advanc Cup Station in Rohr im Gebirge. Zugleich wurden, in Zusammenarbeit des CBA und HSV-ÖSHS, die ersten Österreichischen Meisterschaften in Canicross, Bike- und Scooterjöring, ausgetragen. Die Generalprobe, eine Woche zuvor beim Wagenrennen, war klaglos über die Bühne gegangen, nur die hohen Temperaturen machten eine Streckenverkürzung notwendig. Die Wetterprognose für das Rennwochenende, war zwar nicht die optimistischste, aber da die Strecke in Rohr sehr variabel gestaltet werden kann, bestand von dieser Seite her keine Gefahr. Aber bereits am Freitag zeichneten sich wieder zu hohe Temperaturen ab, und so stand vor der Startnummernausgabe schon fest, dass nur die 2,5 Km lange Runde gefahren werden kann.

Der Samstagmorgen machte noch Hoffnung, dass ein problemloser Ablauf möglich sein sollte, doch der einsetzende Regen eine Stunde vor der Musherbesprechung, stellte alles auf den Kopf. Um neun Uhr beschloss die Rennleitung die Verschiebung um eine Stunde- auf elf Uhr. Die Zeit wurde genutzt, um die kritischen Stellen des Kurses zu begutachten. Das größte Problem stellte ein rund 150 Meter langer Abschnitt mit lehmigem Untergrund dar. Bei der Besichtigung präsentierte sich dieser Teil der Strecke in einen äußerst gefährlichen Zustand. Somit standen nur noch 1,2 Km zur Verfügung. Nach einigen Beratungen und organisatorischen Überlegungen entschloss sich die Rennleitung, das Rennen um 11.00 Uhr zu starten. Um den Ansprüchen einer Meisterschaft gerecht zu werden, wurde beschlossen, die Zeitintervalle auf eine Minute zu reduzieren und im Anschluss an den ersten Lauf mit einem Restart das Rennen fort zu setzen.

Für alle Teilnehmer, sowohl Hund und Sportler, stellte dies ein Novum dar. Auch die Zeitnehmung war mit drei Personen besetzt, damit eine Gewährleistung für korrekte Ergebnisse geben war. Ab 11.00 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag. Die Kategorie Bike begann mit Tom Szendi und Klaus Bäumel. Nach der ersten Runde trennten die Beiden gerade Mal eine Sekunde. Rund sechs Minuten mussten die Teilnehmer in dieser Kategorie auf ihren zweiten Start warten. Zeit genug um den Hunden begreiflich zu machen, dass es noch ein zweites Mal hinausgeht.

Danach folgten die Kategorien Bike - Damen und Scooter. Spektakulär dann der Massenstart in den Kategorien Canicross Herren und Damen. Hier erfolgte kein Restart sonder sie liefen die zweite Runde gleich im Anschluss. Pechvogel des Tages war dabei Clemens Schnabel, dem wenige Sekunden vor dem Start erst bewusst wurde, dass er keinen Bauchgurt um hatte. Ein schnell herbeigeschaffter Gurt ermöglichte ihm zwar den Start, aber er musste dem Feld hinterherlaufen. Am Ende fehlten ihm 4 Hundertstelsekunden auf den Führenden- auf Sebastian Astelbauer.

Dank der toll organisierten Zeitnehmung durch Eva Pfannhaueser, Ilka Bäumel und Hannes Eder, konnte dieser rasante Ablauf der Veranstaltung korrekt dokumentiert und ausgewertet werden. Abschließend betrachtet war es ein spannender und aufregender Bewerb. Durch die Streckenführung konnte das Publikum die Aktiven auf einem Großteil der Strecke beobachten und die Positionskämpfe hautnah miterleben.

Die Hoffnung, dass der zweite Renntag wie geplant durchgeführt werden könnte, zerstreute sich am Sonntagmorgen. Böiger, stürmischer Wind peitschte die Regenmassen über den Südosten Österreichs. In weiten Teilen des Landes wurde eine Sturmwarnung ausgegeben. Die Situation am Trail stellte sich so dar, dass alle Absperrungen in Mitleidenschaft gezogen waren. Flatterbänder und Transparente wirkten wie Segel und rissen die Pflöcke immer wieder aus dem Erdreich. Kurz vor neun Uhr wurde in der Rennleitersitzung beschlossen, aus Sicherheitsgründen den zweiten Lauf nicht durchzuführen und somit das Ergebnis des Vortages zur Cup- und Meisterschaftswertung heranzuziehen.

Abschließend sei bemerkt, dass durch die Zusammenarbeit und Mithilfe vieler Mitglieder des HSV-ÖSHS diese Veranstaltung mit dem Dachverband CBA durchgeführt werden konnte. Dank gilt auch jenen Teilnehmern, deren Hunde nicht aus dem Nordischen -oder Schlittenhunde- Bereich stammen und somit die Botschaft verbreiten, dass Canicross eine Sportart ist, die mit jedem Hund betrieben werden kann. Hier muss auch in Zukunft der Hebel angesetzt werden, damit auch in Zeiten, wo die Schlittenhunde noch nicht trainieren, Bewerbe organisiert werden können, bei denen auch ein interessantes Starterfeld das Zustandekommen einer Veranstaltung garantiert.

Die österreichischen Meister und die weiteren Platzierungen entnehmt bitte der Ergebnisliste.

Klaus Bäumel