
Bericht von
Seckau 2011
Wieder in Seckau3. Auflage des Brunhilde Mayr Mit der Unterstützung von
Hauptverantwortlich, wie schon in den letzten Jahren, Willi Eisenbeutel. Nicht nur, dass er uns unsere Wünsche von den Augen ablesen kann, er setzt sie auch um. Die starken Regenfälle, eine Woche vor Campbeginn mit rund 100 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden, verwandelten den kleinen Bach, den es zu durchqueren gilt, in einen Sturzbach der nichts mehr von seiner ursprünglichen Geländeform übrig ließ. Ohne großes Aufheben machte sich Willi mit seinen Helfern an die Arbeit und zimmerte eine Brücke. Diese Brücke ist nun ein sichtbares und hoffentlich bleibendes Symbol für die vielen hunderten Handgriffe, als auch für die nun schon lange Zusammenarbeit zwischen dem HSV-ÖSHS und den Verantwortlichen von Seckau. Wie im letzten Jahr luden wir wieder zwei Schulklassen, und zwar die 3A und 3B des Abteigymnasiums der Benediktiner, zu einem Rennen mit den Hunden ein. Insgesamt 50 Burschen und Mädchen kamen zu dieser Veranstaltung. Auf dem 750 Meter langen Rundkurs kannte die Begeisterung keine Grenzen. Die meisten der Kinder kennen die Namen jedes einzelnen Hundes, denn schon ab sieben Uhr sind sie am Stake Out, um vor Schulbeginn die Hunde noch zu streicheln. Umso größer war die Freude für sie, mit „ihren Lieblingen“ an dem Rennen teil nehmen zu können. Danken wollen wir hier nochmals all denjenigen, die dazu beitrugen den Kindern beim An- und Ablegen der Gurte zu helfen, ihre Hunde zur Verfügung gestellt und sie zur Sicherung beim Laufen begleitet haben.
Die Begeisterung und der Ehrgeiz mit denen die Kinder an dieser „Turnstunde“ teilnahmen, verwunderten so manchen Lehrer.
Dies war aber nur ein Höhepunkt, in einer Woche voller Abwechslung. Der traditionelle Höhepunkt war die Gedenkmesse für Brunhilde Mayr. Für alle die mehr von der Abtei sehen wollten, gab es am Mittwoch eine spezielle Führung durch die Räumlichkeiten. Am Donnerstag stand ein Besuch der Konditorei Regner am Programm. Dieser Familienbetrieb hat nicht nur über eine hundertjährige Tradition sondern ist auch weit über alle Grenzen, für seinen Lebkuchen bekannt. Gregor Regner wurde 2009 zum weltbesten Konditor gekürt, seine Schwester Andrea ist auf dem besten Weg in seine Fußstapfen zu treten. Nach Kaffe, Kuchen und einer Verkostung der Lebkuchen war der Gedankensprung nur ein kleiner, um fürs nächste Jahr in Erwägung zu ziehen, die Auszeichnungen nicht in Form von Medaillen oder Pokalen, sondern in einer genüsslicheren Variante zu vergeben. Der goldene Faden aber, der sich über alle zehn Tage erstreckte, war das Wetter. Altweibersommer in seiner schönsten Form. In den ersten Tagen lichtete sich der Nebel erst am späten Vormittag, ab Mittwoch gab es Kaiserwetter von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Auf Basis der Erfahrungen aus den letzten Jahren, suchten wir um Trainingszeiten ab 8.00 Uhr an, welche uns großzügig von der Gemeinde zugestanden wurden. Somit war es kein Problem die Hunde bei ausgezeichneten Bedingungen zu trainieren und anschließend den restlichen Tag bei Sommerfeeling einfach nur zu genießen. Ab Mitte der Woche war klar, dass eine spätere Startzeit als 9.00 Uhr für das Rennen unmöglich wird. Willi Eisenbeutel informierte die Medien über die Startänderung. Da der ÖCNHS gleichzeitig eine Clubsiegerausstellung organisierte, war für die Besucher ein abwechslungsreiches und ausgefülltes Programm gegeben. Organisatorisch stellte sich nur ein Problem. Durch die zu erwartenden hohen Temperaturen, entschlossen wir uns für einen Minutenstart. Da aber einige Sportler auch ihre Hunde ausstellten, mehrmals starteten oder sich bei Kollegen ein Gefährt ausborgen wollten, mussten wir improvisieren. Rund siebzig Starter aus Belgien, Slowenien, Kroatien, Deutschland, Holland und Österreich konnten wir so an den Start bringen, dass es zu keinen Überschneidungen der Interessen gekommen ist. Da die Strecke an den meisten Stellen ein unproblematisches Überholen zulässt ergab sich ein buntes Starterbild. Da folgte ein Scooter einem 6er Gespann, danach machten sich einige Radfahrer auf den Weg usw.
Spektakulär wie immer der Massenstart in der Kategorie Laufen Vielen Dank an die Feuerwehr, die nach rund 3 Kilometern eine Wasserstelle einrichtete, die nach deren Auskunft, von ebenso vielen Mushern wie Hunden in Anspruch genommen wurde. Am Sonntag hatte der Wettergott ein besonderes Einsehen und bescherte uns bis zum Ende aller Durchgänge, dichten Nebel und kühle Temperaturen. Es ist schwierig einen optimalen Zeitpunkt für ein Trainingslager zu finden. Organisatorisch planen wir schon jetzt für Seckau 2012. Kritiker werden verstehen, dass das Wetter immer ein Risikofaktor bleiben wird und ob der Termin zu früh oder zu spät angesetzt wurde entscheidet sich immer erst vor Ort. Es ist ja nicht so, dass wir damit keine Erfahrung hätten, ich erinnere mich an ein Trainingslager Anfang Oktober welches wir in Rohr abhalten wollten und wegen Schnee absagen mussten. Seckau 2009 hatten wir Glück, denn eine Woche später lagen auch 15cm Schnee auf dem Trail. Ich denke, dass uns die Teilnehmerzahlen sowohl am Trainingslager als auch am Rennen Recht geben. Seckau hat sich zu einem Fixpunkt vieler Musher, in ihrer Saisonvorbereitung entwickelt. Der ÖSHS schafft ein Umfeld in dem sich Musher aller Vereine wohlfühlen und über die Starterzahlen würden sich viele bei einem Schneerennen freuen.
Nach so einer Woche gilt es vielen Menschen zu danken, alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Aber Einer stellt alle in den Schatten und ohne ihn würden wir diese Veranstaltung nicht mehr machen wollen. Einen so kompetenten und zuverlässigen Verhandlungspartner wie Willi Eisenbeutel, würde ich mir bei all unseren Veranstaltungen wünschen. Er organisiert und mobilisiert alle und alles. Angefangen bei unserer Lieblingswirtin Lenal, die er zum Aufsperren animieren konnte, bis zur Preisvergabe durch den Bürgermeister. Streckenposten, Absperrungen, Brückenbau usw. An dieser Stelle ein großes DANKE für dich und stellvertretend für deine Helfer. Auch aus den eigenen Reihen haben viele dazu beigetragen, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wurde. Ihr seid die Garanten, dass solche Veranstaltungen am Leben bleiben. Ein kleiner Denkanstoß zum Schluß: Wenn die Sporthunde bei der Clubsiegerschau in der Bewertung so schlecht abschneiden wie hier, sollte man an offizieller Stelle endlich darüber nachdenken, die längst überfällige und viel diskutierte Gebrauchs- oder Arbeitshundeklasse einzuführen.
Text: klaus bäumel |